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* 6. September 1925 in Dunleith, Mississippi; † 29. August 1976 in Oakland (Kalifornien)) war ein
US-amerikanischer Blues-Sänger und -Musiker. Jimmy Reed war während seiner
aktiven Zeit mit Abstand der erfolgreichste Blues-Musiker, was die Verkaufszahlen
angeht, weitaus erfolgreicher z. B. als B. B. King oder Albert King. Sehr große
Hits waren Big Bossman (1960), Honest I do (1957), die z. B. von Elvis bzw. den
Stones nachgespielt wurden. Reed lernte von seinem Freund Eddie Taylor
Mundharmonika und Gitarre zu spielen. 1943 ging er nach Chicago, bevor er zur
Marine eingezogen wurde. Wieder entlassen, zog er 1945 zurück nach Mississippi,
wo er Mary "Mama" Reed heiratete. Danach arbeitete er in Gary
(Indiana) in einer Fleischfabrik. Anfang der 1950er wurde Reed in
der Gegend als Musiker bekannt. Er trat mit den Gary Kings und John Brim sowie
mit Willie Joe Duncan auf. Brims Schlagzeuger Albert King verhalf Reed zu einem
Plattenvertrag. Er machte erste Aufnahmen mit Eddie Taylor. You Don't Have To Go
wurde sein erster Hit, dem etliche weitere folgen sollten. Jimmy Reed spielte
Harmonika( sie war mit Hilfe eines Gestells um seinen Hals befestigt ähnlich
wie bei Bob Dylan) und Gitarre gleichzeitig. Während Reed für den Boogie
Rhythmus auf der Gitarre sorgte und ein Harpsolo blies, spielte Eddie Taylor
auf der Leadgitarre interessante Blueslicks und Riffs, die in die Popgeschichte
eingehen sollten. Jimmy Reed wurde in Blueskreisen oft belächelt, da er sehr
simpel zu spielen schien, was aber Ansichtssache ist, denn er prägte einen
eigenen unverkennbaren Stil und war darüber hinaus ein hervorragender
Songschreiber. Immerhin hatte Reed mit Krankheit zu kämpfen und musste neun
Kinder ernähren. Reed hatte erhebliche Alkoholprobleme. Zudem litt er seit
Mitte der 1950er an Epilepsie, was zunächst jedoch nicht diagnostiziert wurde,
da die Ärzte die Symptome dem Alkoholismus zuschrieben. Reed's klassische
Aufnahmen erschienen auf dem Chicagoer VEEJAY Label. Als diese Mitte der
Sechziger Bankrott ging, war auch die erfolgreiche Plattenkarriere zu Ende.
Zwar nahm Jimmy Reed noch Platten auf, aber sie waren wohl eher ein schwächerer
Aufguss seiner großen Hits. Eine Europa Tour mit John Lee Hooker war auch sehr
durchwachsen, da Reed oft zu betrunken war, um sein Potential auszuschöpfen und
so seine Fans verprellte. Um 1970 schwor Jimmy Reed dem Alkohol endgültig ab,
aber die Spätfolgen waren ein fragiler Gesundheitszustand, der langes Touren
verhinderte. Dennoch spielte er auf dem renommierten Ann Arbor Bluesfestival von
1972. Quelle: Wikipedia |
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