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Janis Lyn Joplin
war
eine US-amerikanische Sängerin. Leben Janis Joplin wurde als Tochter
von Seth Harald Joplin, eines Mitarbeiters der Ölgesellschaft Texaco, und
Dorothy Joplin (geb. East) geboren und hatte zwei jüngere Geschwister, Michael
und Laura. Da sie während ihrer Kindheit oft allein war, wandte sie sich früh
Kunst und Gedichten zu. Nach ausgiebiger Lektüre des Time Magazine begann sie,
Blues- und Folk-Musik für sich zu entdecken. Ihren ersten öffentlichen Auftritt
hatte sie 1958 im Halfway House. Nachdem sie 1960 ihren
High-School-Abschluss bestanden hatte, ging sie im Alter von 17 Jahren von zu
Hause fort, um Sängerin zu werden. Sie versuchte sich auch an einigen Colleges,
brach aber den Besuch immer vorzeitig ab. Ein Jahr später hatte sie ein wenig
Geld verdient und zog nach Los Angeles. Janis Joplin sang, unter anderem
begleitet von Jorma Kaukonen (Gitarrist von Jefferson Airplane), mit 18 Jahren
in Kneipen und Folk-Clubs. Autodidaktisch geschult durch Schallplatten von
Leadbelly (Huddie Ledbetter), Odetta Holmes und Bessie Smith (ihr größtes
Vorbild), avancierte sie mit ihrem hemmungslosen, bis dahin für eine weiße Sängerin
einzigartigen Gesangsstil, zur „Queen des (weißen) Bluesrock“. Nachdem Janis Joplin 1962 in
Louisiana als Kellnerin gearbeitet hatte, kehrte sie bald nach Texas zurück, um
in Austin ihr Appartement, das später als The Ghetto bekannt wurde, zu beziehen.
Bald danach rief Chat Helms, der Manager von Big Brother And The Holding
Company bei ihr an und teilte ihr mit, dass die Band eine neue Sängerin suche. Big Brother And The Holding Company
1966 begann Joplins Karriere, als
sie nach San Francisco zog und sich besagter Band anschloss, mit der sie 1967
erfolgreich beim Monterey Pop Festival auftrat, dadurch einen Plattenvertrag
bei Mainstream erhielt und dort Big Brother & The Holding Company Featuring
Janis Joplin herausbrachte. 1968 folgte für Columbia Records
Cheap Thrills (Frontcover von Robert Crumb). Das zweite Album enthielt schon
viele ihrer legendär gewordenen Stücke wie die Coverversion von Erma Franklins
Piece of My Heart oder Ball and Chain. Nach den Studioaufnahmen reist Janis Joplin
nach Nepal, wo sie sich im Herbst 1968 für eine Weile in Kathmandu (Liedzeile
in Cry baby: ...Honey, the road'll even end in Kathmandu) aufhält. Kozmic Blues Band Ende 1968 trennte sich Joplin vonder Band und stellte zusammen mit ihrer Plattenfirma eine größere Band
zusammen, die lange keinen Namen trug, aber nach dem folgenden, dritten
Joplin-Album Kozmic Blues Band genannt wurde. Der Grund dafür war der Ehrgeiz
von Janis Joplin, mit einer professionellen Band mit Funk- und
Blues-Instrumenten neue Musikrichtungen zu erschließen und nicht zuletzt
professioneller zu arbeiten. Dies wurde unter anderem von der Musikzeitschrift
Rolling Stone als Verrat an den Idealen der Rockmusik empfunden. Tatsächlich
lief die Zusammenarbeit in der Band nicht sehr gut, da sich die Musiker vorher
nicht kannten und Janis Joplin hohe Anforderungen - menschlich wie musikalisch
- an die Musiker stellte. Die Band hatte ihren
bedeutendsten Auftritt im Jahre 1969 beim Woodstock-Festival. Das Engagement
der Band fehlte, wodurch Janis Joplin nicht in der Lage war, ihre gewohnte
Explosivität auszuleben. Sie wirkte aufgeschwemmt und verbraucht; ihre Stimme
brach oft. Allerdings machte sie eine Bemerkung über die Hippiebewegung, die
später oft zitiert wurde: „Früher waren wir nur wenige, jetzt gibt es Massen
und Massen und Massen von uns.“ 1969 trat Janis Joplin auch im
Fernsehen bei Ed Sullivan und Dick Cavett auf. Die Interviews mit Dick Cavett
sind auf dem postum veröffentlichten Album „Janis“ verewigt und lassen
Intelligenz, Witz und Tiefsinn von Joplin erahnen. Ebenfalls 1969 begab sich
die Kozmic Blues Band auf eine zweimonatige Europa-Tournee. Ihr einziges Konzert
in Deutschland fand am 12. April 1969 in der Jahrhunderthalle in
Frankfurt-Höchst statt. Auf der offiziellen Homepage [1] ist unter dem Datum
12. April 1969 vermerkt: „Kozmic Blues: two concerts in Frankfurt“. Nach Ende
des von der Agentur Lippmann & Rau veranstalteten Konzerts forderte Joplin
die Zuhörer auf, zu bleiben, weil nun noch eine Aufzeichnung des amerikanischen
Fernsehens folgte. Mitschnitte dieses „zweiten Konzerts“, bei dem sie die Fans
animierte, auf die Bühne zu kommen, sind in der Filmdokumentation Janis (1975)
zu sehen. Der Titel „Raise Your Hand“ auf der posthum veröffentlichten LP
Farewell Song wurde während des Frankfurter Konzerts live aufgenommen. Zusätzlich nahm Joplin 1969 ihre
zweite LP für Columbia (I Got Dem 'Ol Kozmic Blues Again, Mama) auf und wurde
in Tampa, Florida inhaftiert, da sie einen Polizisten beleidigt hatte. Bei der
nachfolgenden Gerichtsverhandlung bezeichnete ein Gericht Joplins Verhalten als
freie Meinungsäußerung und ließ die Anklage fallen. Weiter wurde sie nach einem
ihrer Konzerte in der Curtis Hall wegen obszöner Sprache und Fluchens auf der
Bühne zu einer Geldstrafe verurteilt. Im Januar 1970 löste sich die
Band auf. Um von ihrer Sucht nach Alkohol, Aufputschmitteln und Drogen
loszukommen, plante Joplin einen Urlaub in Südamerika und reiste zum Karneval
nach Rio de Janeiro. Full Tilt Boogie Band Zurück in Kalifornien nahm Joplin
ihren unsteten Lebenswandel wieder auf. Im April 1970 wurde ihre dritte Band,
Full Tilt Boogie zusammengestellt. Diese stellte sich für sie als Glücksgriff
heraus. Emotional und musikalisch harmonierte dieses Team. Road-Manager John
Cooke: „Die Jungs suchten eine Band, die eine Heimat war. Sie wussten, dass
Janis der Boss war und sie mochten sich alle auf Anhieb.“ Janis Joplin schien
endgültig ihren Musikstil gefunden zu haben. Die Lieder mit der Full Tilt
Boogie Band sollten ihre erfolgreichsten werden. Janis Joplin besuchte das Grab
von Bessie Smith und ließ ihr einen Grabstein errichten. Am 1. Oktober 1970
unterschrieb sie in Beverly Hills ihr Testament. Kurz vor dem Ende der
Studioaufnahmen zu ihrer dritten Columbia-LP, Pearl (ihr Spitzname) wurde Janis
Joplin am 4. Oktober 1970 im Landmark Hotel in Los Angeles in ihrem Hotelzimmer
tot aufgefunden. Die Todesursache waren eine Überdosis Heroin und Alkohol. Bei
dem Titel Buried alive in the Blues auf dem Album Pearl fehlt die Vokal-Spur:
Janis Joplin sollte sie am 5.Oktober1970 einsingen. Hinterlassenschaft Wunschgemäß vertranken 200
Freunde auf einer Party das hinterlassene Bargeld von 1500 Dollar. Der Verbleib
ihres sonstigen Vermögens war klar geregelt, wobei im Wesentlichen Eltern und
Geschwister bedacht wurden. Besonders für die Auszahlungen an den jüngeren
Bruder Michael hatte Anwalt Bob Gordon strenge Anweisungen, um diesem eine gute
Ausbildung zu ermöglichen. Janis Joplins Leiche wurde
verbrannt und die Asche an der kalifornischen Küste in den Pazifik gestreut. Sie gehört wie andere
einflussreiche Musiker dem Klub 27 an. Stil Neben Jimi Hendrix und Jim
Morrison war Janis Joplin eine der zentralen Symbolfiguren der Hippiezeit und
der Hippiekultur. Alle drei prägten einen Lebensstil, der im Nachhinein durch
„Sex, Drugs & Rock'n'Roll“ und „Live fast, love hard, die young“ gekennzeichnet
worden ist. Die vergebliche Suche nach der
wahren Liebe, Zuneigung und Geborgenheit ließ sie zuweilen in depressive Phasen
fallen, welche sie durch Heroin, Kokain und Alkohol zu verdrängen suchte. Durch
diese innere Zerrissenheit der Gefühle und ihre Schwierigkeiten, enge
menschliche Kontakte aufzubauen, lässt sich ihre Musik verstehen, die
gleichzeitig Stolz und Verzweiflung (All is Loneliness) ausdrückt. Janis Joplin und der Alkohol Auf sehr vielen Fotos sieht man
Janis Joplin mit einer Flasche „Southern Comfort“. Janis Joplin wandte sich an
die Herstellerfirma, dies sei eine gute Werbung und ob sie nicht ein wenig Geld
dafür bekommen könnte. Der Schnapsproduzent willigte ein und überwies Janis
Joplin 6.000 Dollar. Postume Auszeichnung Im Jahr 1995 wurde Janis Joplin
in die Rock'n Roll Hall of Fame aufgenommen. Quelle: Wikipedia |
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