
Das war der in meinem Unterbewustsein stattfindender Einstieg in den Blues...
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Elvis Presley * 8. Januar 1935in Tupelo, Mississippi, Vereinigte Staaten; † 16. August 1977 in Memphis,Tennessee, USA; gebürtig Elvis Aron Presley später Elvis Aaron Presley war einUS-amerikanischer Sänger und Schauspieler, der aufgrund seines immensen und
dauerhaften Erfolges den Beinamen "King" bzw. King of Rock ’n’ Roll
erhielt Kindheit Elvis
Presley by BottelhoElvis Presley wurde am 8. Januar
1935 in East Tupelo, Mississippi, unter dem Namen Elvis Aron Presley geboren
und ist das einzige überlebende Kind von Vernon Presley (* 19. April 1916; † 26. Juni
1979) und Gladys Love Presley (geb. Smith * 25. April 1912; † 14. August 1958).
Sein Zwillingsbruder (Jesse Garon, der etwa
eine halbe Stunde vor Elvis geboren wurde) war bereits bei der Entbindung tot.
Gladys konnte nach der schweren Geburt keine weiteren Kinder mehr bekommen. Da
Elvis der einzige Überlebende der Zwillinge war, wählte seine Mutter Gladys,
die nur die Buchstaben von "lives" (lebt) vertauschte, den Namen
Elvis. Vernon Presley und Gladys Smith
wuchsen gemeinsam auf und heirateten am 17. Juni 1933. Vernon arbeitete, wie
auch schon sein Vater vor ihm, als Landarbeiter, Gladys als Akkordarbeiterin in
einer Textilfabrik, dem Tupelo Garment Center. Als Gladys 1934 schwanger wurde,
verlor sie ihren Job. Vernon hatte inzwischen einen etwas besser bezahlten Job
als Milchwagenfahrer gefunden. Die Presleys bauten sich ein kleines Holzhaus
mit zwei Zimmern, ein so genanntes Shotgun House, und arbeiteten in
verschiedenen Gelegenheitsjobs an der Armutsgrenze. Im Mai 1938 wurde Vernon
wegen Scheckbetrugs zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren im Mississippi
State Penitentiary verurteilt, kam aber bereits im Februar 1939 aufgrund einer
Petition der Bürger von Lee County und eines Briefes der durch den Scheckbetrug
betroffenen Partei wieder frei. Seine Bewährung belief sich auf sechs Monate. Angetrieben von der Hoffnung auf
eine wirtschaftlich bessere Zukunft zogen die Presleys im November 1948 nach
Memphis, Tennessee. Die Wohnungszustände waren bedrückend. Während die Presleys
in Tupelo wenigstens noch ein kleines, eigenes Holzhaus hatten, lebten sie in
Memphis in einem einzigen feuchten, kalten, etwas angeschimmelten Raum. Das Bad
wurde von drei weiteren Familien mitbenutzt. Die wöchentliche Miete betrug 11
$. Kurze Zeit nach ihrer Ankunft bekam Vernon einen Job in der Precision Tool
Company in South Memphis. Elvis Presley selbst arbeitete
nach seinem Abschluss an der Humes High School in Memphis zunächst als
Elektriker bei der Precision Tool Company und danach unter anderem als
Lastwagenfahrer für Crown Electric. Musikalisch geprägt vom Gospel, den er als
Mitglied des Kirchenchors in einer schwarzen Methodistengemeinde seit frühster
Kindheit sang, und dem im Mississippi-Delta beheimateten Blues sowie auch der
Country-Musik, träumte er jedoch von einer ganz anderen Zukunft. Nach dem Umzug
der Familie Presley 1948 in die seit Anfang der 1950er-Jahre aufstrebende
Metropole Memphis, in der Blues-Interpreten wie B. B. King, Howlin' Wolf oder
Rufus Thomas die Musikszene prägten, war dies für ihn die richtige Umgebung,
seine Träume wahr werden zu lassen. Sehr maßgeblich für seine musikalische
Karriere – und damit auch für die weitere Entwicklung der gesamten Popmusik
sowie des Rock im 20. Jahrhundert – war schließlich auch der Umstand, dass
seine Eltern ihm 1945 zu seinem 10. Geburtstag nicht das gewünschte Fahrrad und
Luftdruckgewehr schenken konnten. Er erhielt stattdessen eine Gitarre, die er
ohne Unterricht und Notenkenntnisse schon nach kurzer Zeit zu spielen verstand. Elvis Presley hat unter anderem
deutsche Vorfahren. In den 1990er-Jahren fanden Ahnenforscher heraus, dass der
südpfälzische Winzer Valentin Pressler aus Hochstadt, der um 1700 nach Amerika
auswanderte, sein Urahn ist. Frühe Karriere 1953 nahm Presley in den Studios
der Sun Records in Memphis auf Celluloseacetat die Titel My Happiness und
That's When Your Heartaches Begin auf, angeblich als verspätetes
Geburtstagsgeschenk für seine Mutter. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er den
Klang seiner Stimme hören wollte. Die beiden Titel - sowie zahlreiche Balladen
in den über zwei Jahrzehnten danach - sang er sehr rührselig, ja fast kitschig,
was teilweise noch heute für Kritikerspott sorgt. Dieser Vortragsstil war aber
– neben seiner „rockigen“ Phrasierungstechnik – von Anfang an ein wichtiger
Teil von Elvis' Erfolgsrezept. Der Inhaber der Sun-Studios, Sam
Phillips, ein Liebhaber und Produzent der schwarzen Obwohl von seiner Meinung
überzeugt, war er aufgrund der damaligen Marktmechanismen zunächst noch sehr
skeptisch, denn vor allem im rassistischen Süden der USA spielten „weiße“
Radiostationen bis in die 1960er Jahre keine schwarze Musik. Doch Phillips
behielt recht, sein Gefühl bezüglich des jungen Gesangstalentes hatte ihn nicht
getäuscht, denn seit 1954 verkauften sich weltweit insgesamt weit über eine
Milliarde Schallplatten von Elvis Presley. Ab Anfang 1956 setzte in den USA und
kurze Zeit später auch in Westeuropa um Elvis eine „Massenhysterie“ und ein
regelrechter „Personenkult“ ein, wie die US-amerikanische Presse polemisch
schrieb. Wegbereiter seiner beispiellosen Karriere war zweifellos auch die 1955
durch Bill Haleys Rock Around the Clock weltweit ausgelöste Teenager-Revolution,
die der Jugend zwar ihre eigene Musik, den Rock ’n’ Roll, schenkte, jedoch noch
nicht die Identifikationsfigur. Diesen Platz konnte Elvis am 28. Januar 1956
nach seinem Auftritt und der Vorstellung seines ersten RCA-Titels Heartbreak Hotel
in der „Tommy and Jimmy Dorsey Stage Show“ einnehmen. Anders als Bill Haley
personifizierte er den Rock ’n’ Roll. „Elvis the Pelvis “, (in Anspielung auf
seine aufreizenden Hüftbewegungen) war geboren und wurde zu dem Star des Rock
’n’ Roll . Kein anderer Star der früheren Jahre, wie beispielsweise Bing
Crosby, Perry Como oder Dean Martin, wurde von der Jugend so hingebungsvoll
verehrt wie Elvis Presley. Auch in der Folgezeit konnte kein einzelner Musiker
je wieder die persönliche Ausstrahlung und das Charisma eines Elvis Presley
erreichen. Erst im Beat-Zeitalter der 60er Jahre konnten die Beatles sowie die
Rolling Stones in der Popularität aufschließen. Am 5. Juli 1954 fand die erste
von mehreren Aufnahmesessions in den Sun-Studios statt, wobei Elvis anfangs
noch etwas uninspiriert verschiedene Countryballaden und gerade aktuelle
Popsongs ausprobierte, gemeinsam mit den Studiomusikern Scotty Moore (Gitarre)
und Bill Black (Bass) – der Schlagzeuger D. J. Fontana kam erst 1956 hinzu.
Mehr durch Zufall entstand in einer Pause während der Probe durch musikalisches
Herumalbern der typische „Elvis-Sound“, als Scotty Moore das Gitarrenriff eines
Rhythm & Blues-Stückes rhythmisch stark akzentuiert spielte, Elvis diesen
Offbeat aufgriff, den klassischen Bluesgesang des Originals mit vokalistischen
Elementen von Gospel und Country-Musik anreicherte und dabei mit kreisenden
Bewegungen durch das Studio wirbelte. Sam Phillips, der dies sah und hörte,
hatte nun endlich, was er immer wollte und forderte die Band auf, in diesem
Stil weiter zu machen. Ein neuartiger Sound war geboren
und eine neue Musikrichtung kreiert, die der legendäre amerikanische Discjockey
Alan Freed kurz darauf erstmals Rock ’n’ Roll (engl. etwa für „schunkeln und
wirbeln“) nannte. That's All Right Mama – eigentlich ein Blues-Stück des
schwarzen Sängers Arthur „Big Boy“ Crudup, das Elvis aber vor allem rhythmisch
vollkommen neu interpretierte - war der erste, im neuen Stil aufgenommene Song.
Er wurde zwei Tage später vom Discjockey Dewey Phillips (nicht verwandt mit Sam
Phillips) auf Memphis' Radiosender WHBQ vorgestellt. Aufgrund der zahlreichen
Hörerwünsche musste er an jenem Abend insgesamt 15 Mal gespielt werden, und am
nächsten Tag trafen 5000 Bestellungen der Single bei Sun Records ein. Im Dezember 1956 fand in den Sun
Studios in Memphis noch eine letzte, inoffizielle Session, statt, genannt Sun
Session. Formal hätte diese gar nicht stattfinden dürfen, da Presley zu dieser
Zeit schon bei RCA Records unter Vertrag war. Presley war aus Las Vegas
zurückgekommen und besuchte noch seine alten Weggefährten bei Aufnahmen von
Carl Perkins hervor, bei denen Jerry Lee Lewis als Pianist anwesend war. Er
setzte sich ans Klavier und begann, verschiedene Stücke zu spielen. Schnell
wurde er von Perkins, Lewis und dem später eintreffenden Johnny Cash begleitet.
Sam Phillips ließ die Bänder mitlaufen. Die vier Musiker spielten in dieser
Session Stücke aller Genres, von Gospeln wie Softly and Tenderly und Lonesome
Valley über Country- und Bluegrass-Songs You're The Only Star In My Blue Heaven
und Sweetheart You Done Me Wrong bis zu Pop-Titeln wie Presleys frühe Aufnahmen
My Hapiness und Paralyzed. Dabei wurden sie von weiteren Musikern begleitet;
bekannt sind W.S. Holland am Schlagzeug und Perkins' Bruder am Kontrabass. Für
Jahrzehnte verschwanden die Bänder des Million Dollar Quartets und wurden erst
in den 1970er Jahren in Regalen der Sun Studios wiedergefunden. Im Januar 1956 war es Elvis mit
einem fulminanten Fernsehauftritt in der Tommy and Jimmy Dorsey Stage Show
sowie durch die Veröffentlichung des Songs Heartbreak Hotel (seiner ersten Nr.
1 in den Billboard-Single-Charts) der Durchbruch in den USA gelungen, und dann
folgten unmittelbar sechs weitere Nr.-1-Singles, z. B. Hound Dog, Don't Be
Cruel und All Shook Up. In den folgenden Jahren wurde er für die Jugend der
Welt zum gefeierten Idol und nach Frank Sinatra in den 1940er Jahren zu einem
der ersten internationalen Superstars in der Geschichte der Popmusik. Die rhythmische bis ekstatische
Art, wie er seinen Körper zur Musik bewegte – gelegentlich auch mit einer
Portion Selbstironie –, kannte man höchstens von Schwarzen, dem weißen
Mainstream-Publikum war so etwas bis dato völlig unbekannt. Besonders sein
Hüftschwung, der ihm den Beinamen „Elvis the pelvis“ („Elvis, das Becken“)
einbrachte, wurde legendär, war aber auch ständiger Stein des Anstoßes für die
öffentliche Meinung im konservativen Klima in den USA der 50er Jahre.
Elternverbände und allen voran die Kirche fürchteten einen generellen Verfall
von Sittlichkeit, Moral und ethischen Werten bei der fanatisierten Jugend; ein
großer Teil der amerikanischen Presse verteufelte ihn aufgrund dessen u. a. als
„Botschafter des schlechten Geschmacks“, „sexuellen Freibeuter“ oder gar
„musikalischen Abschaum“ und heizte die Stimmung dadurch zusätzlich an. Das
führte soweit, dass ihm in manchen Bundesstaaten die Polizei wegen des starken
öffentlichen Druckes bei Konzerten den Hüftschwung unter Androhung von Strafen
verbot. Dabei wollte Elvis mit seinen
Bewegungen nie einen öffentlichen Skandal provozieren – im Gegensatz zu manchen
Rockstars nach ihm, die noch wesentlich spektakulärer auftraten, um so ihren
allgemeinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen oder ihr Image als „böse Buben“ zu
pflegen –, sondern sie waren vor allem Ausdruck seiner musikalischen Emotionen.
Die Beschreibung des Gitarristen Scotty Moore, der bei seinem ersten Konzert im
Juli 1954 dabei war, bestätigt dies: „Das war der Moment, in dem er mit dieser
Schüttelei anfing. Elvis stellte sich beim Gitarrespielen auf die Fußballen, um
im Takt zu bleiben. Als er nun diese Show machte, fingen sie alle an zu
schreien, und wir wussten gar nicht, was vor sich ging. Als wir wieder von der
Bühne gingen meinte jemand, das liege nur daran, dass Elvis andauernd sein Bein
geschüttelt hat. Von da an machte er das immer mehr und entwickelte daraus eine
richtige Kunst. Aber es war ihm auch ein natürliches Bedürfnis.“ 1957 bezog Elvis Presley das
Anwesen Graceland in MemphisNach der Einberufung zur 1959 lernte er in Bad Nauheim die
damals erst 14-jährige Soldatentochter Priscilla Beaulieu Musikalisch stand er mit Stücken
wie Heartbreak Hotel (die erste Single für RCA), Hound Dog (1956) und vielen
weiteren anfänglich für den Rock ’n’ Roll, jedoch erweiterte er recht bald sein
Repertoire um Balladen wie Love Me Tender (1956). Vermutlich die Kombination
aus hervorragender, „schwarz“ klingender Stimme, gutem Aussehen, weißer
Hautfarbe, schwarzgefärbter „Schmalzlocke“ (Elvis war von Natur aus blond) und
einem vielfältigen, aber stets sicher den Massenmarkt treffenden Repertoire
kann den einzigartigen Erfolg Presleys erklären. Die Sun Studios der 1950er
hatten mit zahlreichen Interpreten etwas Neues hervorgebracht, doch erst Elvis
war in der Lage, es von einer Minderheiten- zur Massenkultur werden zu lassen. Späte Karriere Elvis Presley 1970 mit US-Präsident Richard
NixonNachdem Elvis sich während der 1960er-Jahre vor allem auf die Filmarbeit
in Hollywood konzentriert hatte, nahm er Anfang 1969 in den American Sound
Studios beim legendären Produzenten Chips Moman das erste Mal seit vielen
Jahren wieder in seiner Heimatstadt Memphis auf. Diese Sessions brachten nicht
nur die beiden Hit-Alben From Elvis in Memphis und Back In Memphis hervor, hier
entstanden außerdem die Welthits Suspicious Minds und In the Ghetto, die Elvis
nach acht Jahren Nummer-1-Hit-Flaute weltweit wieder zurück an die Spitze der Charts
brachten. Nach sehr erfolgreichen Tourneen
durch die USA und Gastspielen in Las Vegas, wo er zwischen 1969 und 1976
regelmäßig im International Hotel, dem späteren Hilton-Hotel auftrat, war im
Januar 1973 ein weiterer Höhepunkt die TV-Show Elvis – Aloha from Hawaii, die
via Satellit ausgestrahlt wurde, als erstes Konzert weltweit live gesehen
werden konnte und über eine Milliarde Menschen vor den Fernseher lockte. Auf
der ganzen Welt haben mehr Menschen das Aloha-from-Hawaii-Konzert live
mitverfolgt als vier Jahre zuvor die erste Mondlandung. Finanziell sah für Elvis die
Situation auch aufgrund seiner verschwenderischen Großzügigkeit zunehmend
problematisch aus. Für weit unterbewertete 5,5 Millionen US-Dollar verkaufte er
1974 einen Großteil seiner musikalischen Rechte an RCA. Nach dem Abzug des
Anteiles seines Managers und der Steuern blieben Elvis gerade einmal 900.000
Dollar. Bereits 1967, auf dem Tiefpunkt der Karriere, hatte er mit seinem
Manager einen Vertrag unterschrieben, der diesem die Hälfte aller Einnahmen
zubilligte. Zum Zeitpunkt seines Todes besaß er trotz Plattenverkäufen im
dreistelligen Millionenbereich an Vermögen nur sein Haus Graceland und 1,2
Millionen Dollar auf seinem Girokonto, um die laufenden Kosten zu decken. Am 31. Dezember 1975 gab Elvis
das letzte große Konzert-Highlight vor der Rekordkulisse von rund 60.000
Zuschauern im damals neuen Silverdome in Pontiac, Michigan. Seine letzten
Studiosongs nahm er im Oktober 1976 im sogenannten "Jungle Room" in
Graceland auf, eine Elvis absolvierte in seinen
letzten Lebensjahren einen Konzertmarathon durch die USA von mehr als 150 Shows
pro Jahr. Die freie Zeit verbrachte er meist zurückgezogen auf seinem Anwesen
Graceland in Memphis, in Los Angeles, Palm Springs oder auf Hawaii. Er kämpfte
in dieser Zeit nach Aussage von Freunden mit erheblichen persönlichen und
wirtschaftlichen Problemen. 1973 wurde seine Ehe mit Priscilla Presley
geschieden, zudem litt er seit Jahren unter Übergewicht und einer starken
Medikamentenabhängigkeit, die letztlich seine labile Gesundheit ruinierte. Tod Elvis' Grabstätte im "MeditationGarden" von GracelandAm 16. August 1977, um ca. 14 Uhr wurde Elvis Presley
von seiner damaligen Freundin Ginger Alden leblos am Boden seines Badezimmers
aufgefunden (laut Angaben der Freundin) und im Baptist-Memorial-Hospital um
14:43 Uhr, nach mehreren Wiederbelebungsversuchen, offiziell für tot erklärt.
Er wurde nur 42 Jahre alt. „Der King ist tot“, diese
Nachricht verbreitete sich rasant und löste weltweite Trauer aus. Als
offizielle Todesursache Presleys wurde „Herzstillstand durch zentrales Versagen
der Atemorgane“ angegeben. Sein Leibarzt Dr. "Nick" Nichopoulos, der
Elvis immer wieder mit verschriebenen Medikamenten versorgt hatte, wurde später
von der Anklage der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Sein Zweitname Aron ist auf
seinem Grabstein mit zwei „A“ geschrieben; diese Tatsache lässt, neben vielen
anderen Anhaltspunkten, Verschwörungstheoretiker bis heute fest glauben, dass
Elvis noch am Leben ist. Auf der offiziellen Homepage von Elvis Presley steht
unter den „Frequently Asked Questions“ zu seinem Zweitnamen, dass er diesen
kurz vor seinem Tod auf Aron mit zwei A änderte, in Anlehnung an den biblischen
Aaron und weil die meisten Plattenlabel ihn bis dato sowieso meist mit zwei A
geschrieben hatten. J.D. Sumner äußerte in einem Interview die Vermutung,
Elvis' Vater Vernon sei aufgrund von Unwissenheit bezüglich der korrekten
Schreibweise für diesen "Fehler" verantwortlich gewesen. Er verwies
in diesem Zusammenhang auch alle Gerüchte, Elvis könne noch leben, ins Land der
Märchen. Gerüchte um seinen Tod Der Tod Elvis Presleys
erschütterte die ganze Welt und schon bald kamen erste Gerüchte auf, dass der
King womöglich noch am Leben sei. Eine Anzahl von Autoren haben sich mit dem
Tod Presleys befasst und behaupten, auf Sachverhalte gestoßen zu sein, die zu
Zweifeln am Tod des King of Rock'n Roll Anlass geben. Die Autorin Gail Brewer Giorgio,
(sie schrieb unter anderem die Novelle Orion und das Buch Is Elvis Alive?), ihr
Kollege Monte Nicholson (u. a. The Presley Arrangement) sowie weitere Autoren
kamen zu einer ähnlichen Schlussfolgerung: Elvis soll danach das mehr oder
weniger freiwillige Opfer eines Kronzeugenschutzprogrammes des FBI geworden
sein. Ein weiterer Autor zu diesem Thema ist John Parker, Journalist und
Schriftsteller. Er schrieb das Buch Geheimakte Elvis - Die Mafia und das Rätsel
um den Tod eines Idols (Originaltitel Elvis, the Secret Files). Parker kommt
nach aufwändigen Recherchen in staatlichen Archiven der USA und in der Zentrale
des FBI zu dem Schluss: Elvis war als unschuldiges Opfer in eine der größten
Ermittlungsaktionen des FBI verwickelt und sollte in einem Aufsehen erregenden
Prozess gegen führende Mafiafamilien aussagen; in einem Prozess, zu dem er
niemals erschien. Angeheizt wurde die "Gerüchteküche" auch immer
wieder durch angebliche Sichtungen von Elvis nach seinem Tod an verschiedenen
Orten der Welt, den so genannten Elvis Sightings, die bisweilen bizarre und
lächerliche Ausmaße annahmen. Alle genannten Legenden, Thesen und Theorien
konnten bis heute nie durch glaubhafte Fakten belegt werden, bleiben also rein
spekulativ und letztendlich mehr als fragwürdig. Nahestehende Personen aus dem
Freundes- und Bekanntenkreis Elvis Presleys haben zudem immer wieder auf den
Unsinn dieser Behauptungen hingewiesen. Filme und Fernsehen Presley arbeitete als
Schauspieler in Hollywood und spielte in 31 Spielfilmen und zwei
Dokumentarfilmen (Elvis – That’s the Way It Is, 1970 sowie Elvis On Tour, 1972)
in der Hauptrolle mit. Vorbild für seine Filmarbeit war ihm sein Idol Tony
Curtis. Am 3. Dezember 1968, noch vor seinem eigentlichen Bühnen-Comeback, trat
er in einer eigenen TV-Show auf, die im Juni vorab aufgezeichnet wurde: Elvis
NBC TV-Special, die später als 68 Comeback Special bezeichnet wird. Elvis
vereinte darin den Rock ’n’ Roll der 50er Jahre und einige neue Songs in neuem
Stil. Diese Show konnte er als vollen Erfolg verbuchen. Denn zunächst war er
sich nicht sicher, ob er nach seiner langen Pause als Livemusiker noch
denselben Anklang beim Publikum finden konnte wie fast zehn Jahre zuvor. Steven
Binder, der Produzent von NBC, überredete Elvis zu seinen Wurzeln
zurückzukehren. Er forderte Elvis auf, mal auf die Straße zu gehen, um
herauszufinden, ob junge Leute ihn noch erkannten. Elvis zögerte zunächst,
entschloss sich aber dann doch zu diesem Schritt. Als ihn kaum jemand erkannte,
stimmte er zu, dass seine Karriere dringend einen Anschub benötigte. Und sein
Auftritt in der Show überzeugte. In seinem schwarzen Lederoutfit (das zwischen
den Aufnahmen immer wieder geglättet, gereinigt und mit einem Fön getrocknet
werden musste, da Elvis darin unheimlich schwitzte) stellte er sein Können
wieder unter Beweis. Er war wieder da. Legendär die beiden Showteile, die als
Stand up-Show und Sit down-Show bekannt wurden. Letztgenannte wird auch oft als
erste Unplugged-Show der Musikgeschichte gewertet. Abgeschlossen wurde der TV
Auftritt mit dem Bild, das berühmt wurde. Elvis steht vor einem
überdimensionalen, sechs Meter hohen, rot leuchtenden Schriftzug seines Namens
in einem weißen Anzug und singt den Song If I Can Dream (der Einfluss von
Martin Luther Kings Rede I Have a Dream ist deutlich zu erkennen). Elvis hatte an dem Gelingen
dieser Show und an ihrer Konzeption entscheidenden Anteil: Sein Manager Tom
Parker hatte ursprünglich nur eine „weichgespülte“ Show im Sinn gehabt, bei
welcher Elvis Weihnachtslieder singen sollte, der Regisseur Steve Binder wollte
jedoch der Show keinen saisonalen Charakter geben. Im Streit zwischen dem
„Colonel“ und den Produzenten ergriff Elvis, der seinem Manager sonst nicht
widersprach, Partei für den „Rock ’n’ Roll“. Nach seinem Militärdienst 1958
bis 1960 in Deutschland und einer Phase als Filmstar in Hollywood bereitete
Presley sich 1969 auf sein Bühnen-Comeback vor. Ab 1970 ging er schließlich
wieder auf Tournee. Der Film Elvis – That’s the Way It Is zeigt die Entstehung
seiner einzigartigen Show im Juli/August 1970 von den Proben in Kalifornien bis
hin zu den Vorbereitungen und Live-Auftritten im Showroom des International
Hotels (heute das Hilton) in Las Vegas. Die 2001 auf DVD erschienene „Special
Edition“ dieses Konzertfilms ist eine völlig überarbeitete, restaurierte
Version der Originaldokumentation mit einigen neuen Songs und anderen
Kameraeinstellungen. Nach dem großen Erfolg von That’s the Way It Is folgte
zwei Jahre später eine Fortsetzung in Form des Konzertfilms On Tour, der Elvis
auf Tour im Frühjahr 1972 in verschiedenen Städten der USA zeigt. Der Film
erhielt 1972 den Golden Globe als bester Dokumentarfilm des Jahres. Nach Aloha
from Hawaii via Satellite (1973) wurde Presley nur noch einmal, während seiner
letzten Tournee im Juni 1977, von einem Fernsehteam begleitet (CBS). Dabei
fielen seine Gewichtsprobleme auf, seine Stimme verließ ihn jedoch nie.
Ausgestrahlt wurde der Zusammenschnitt von zwei Konzerten (19. und 21. Juni
1977) unter dem Titel Elvis in Concert, allerdings erst nach seinem Tod (3.
Oktober 1977). Bereits seit vielen Jahren werden diese Aufnahmen von Elvis
Presley Enterprises vor weiteren Ausstrahlungen bzw. Veröffentlichungen unter
Verschluss gehalten. Auf der DVD Elvis by the Presleys, die 2005 erschien, sind
erstmals wieder Ausschnitte aus dieser Zeit zu sehen. Eine weitere Dokumentation ist
der Film This is Elvis. Ein zum Teil mit Schauspielern besetzter Film, der
jedoch vor allem Originalaufnahmen enthält. Eine deutschsprachige Fassung
dieses Films ist in den 80ern unter dem Titel Das ist Elvis auch auf Video
erschienen. Im Jahr 2005 erschien die
zweiteilige Filmbiografie „Elvis“, die Presleys Lebensabschnitt zwischen seinem
18. und 33. Lebensjahr darstellt. Zitate über Elvis Presley „Ohne Elvis hätte es die Beatles
nicht gegeben.“– John Lennon „Wann immer es mir schlecht ging,
legte ich eine Elvis-Platte auf, und dann fühlte ich mich großartig.“– Paul
McCartney „Ich liebe dich Elvis - ohne
Elvis bist du nichts.“– Madonna „Es hat Anwärter auf den Thron
gegeben, es hat Herausforderer gegeben. Aber es gibt nur einen König. Alles
beginnt und endet mit ihm.“– Bruce Springsteen „Ich glaube, dass Elvis Presley
ein Genie war.“– Bono (U2) „Niemand kann ermessen, wie
wichtig sein Einfluss war und wie groß die Leere ist, die er hinterlässt. “–
Frank Sinatra „Ohne Elvis hätte es keiner von
uns geschafft!“– Buddy Holly „Elvis ist der größte
Blues-Sänger der Welt!“– Joe Cocker „Elvis hat ein Lied von mir
aufgenommen; das ist die Aufnahme, die ich am meisten schätze!“– Bob Dylan „Elvis war der größte
Entertainer, der je gelebt hat.“– Eddie Murphy „Der Tod Elvis Presleys raubt
unserem Land einen Teil seines Selbst. Seine Musik und seine Persönlichkeit,
die den Stil weißer Country-Musik und des schwarzen Rhythm and Blues
zusammenschweißten, haben das Gesicht der populären Kultur Amerikas für immer
verändert. Seine Gefolgschaft war unübersehbar und für Menschen in aller Welt war
er ein Symbol für die Vitalität, den rebellischen Geist und den Humor unseres
Landes!“– Jimmy Carter, 39. Präsident der USA Nachleben Elvis-Souvenirs auf einem Flohmarkt Elvis-Imitatoren in London
2005Elvis' Ruhm hat auch Jahrzehnte nach seinem Tod nicht gelitten. Schon zu
Lebzeiten erschienen 89 Alben, bis zu seinem Tod im August 1977 hatte er
bereits über 500 Millionen Tonträger verkauft. Nach Ermittlungen der
Tonträgerindustrie wurden bis 2007 1,43 Milliarden Tonträger abgesetzt. Damit
war er der erfolgreichste Sänger der Welt (vor den Beatles mit 1,3 Mrd.
Platten). Er wurde für 14 Grammys nominiert
und gewann drei – alle für seine Gospelmusik. Bis heute sind Bücher, Videos
oder CDs von Elvis Verkaufsschlager. Sein Anwesen Graceland in Memphis ist mit
jährlich rund 600.000 Besuchern eine der populärsten Touristenattraktionen der
USA und nach dem Weißen Haus in Washington das am zweithäufigsten besuchte
Anwesen. Graceland hat sich zu einer Art Pilgerstätte für seine Fans
entwickelt, nachdem es 1982 für Besucher freigegeben wurde. Die Rechte an Elvis Presley als
Markenzeichen liegen bei Elvis Presley Enterprises, die bis Mitte Dezember 2004
zum größten Teil Lisa Marie Presley gehörte, seitdem dem Medienunternehmer
Robert Sillerman. Das Unternehmen gibt den eigenen Angaben zufolge nur bei zwei
Prozent aller Anträge ihre Zustimmung zu einem Merchandise-Artikel. Trotzdem
gibt es mittlerweile kaum einen Gegenstand, der nicht in einer
Elvis-Presley-Version auf den Markt gekommen wäre. Elvis lag Jahrzehnte lang an
erster Stelle der Forbes-Liste toter Prominenter mit den höchsten Einnahmen.
2006 fiel er auf den zweiten Platz zurück. Der FAZ zufolge nahm die Firma 2003
45 Millionen Dollar ein und erwirtschaftete zwölf Millionen Dollar operativen
Gewinn – obwohl sie keinerlei Rechte an seinen Musikaufnahmen besitzt. In den USA soll es allein 35.000
hauptberufliche Elvis-Imitatoren geben. Der eigentlich für einen
Werbespot des Sportartikelherstellers Nike zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002
vom niederländischen DJ Junkie XL (Tom Holkenborg) gefertigte Remix des Songs A
Little Less Conversation wurde zum Nummer-1-Hit. (Das Original wurde 1968 nur
als B-Seite einer Single veröffentlicht). Aus Rücksicht auf Presleys
Gesundheitsprobleme in den 1970er Jahren und auf Druck der Elvis-Erben nannte
sich Junkie XL um in „JXL“. Eine Wiederveröffentlichung der
18 UK-Nummer-1-Hits auf Maxi CDs im Jahre 2005 bescherte Elvis nicht nur die
1000. Nummer 1 in Großbritannien, sondern insgesamt drei „neue“ Nummer-1-Hits.
Denn die Maxi CDs gelten als eigenständige Veröffentlichung, weil sie eine
eigene Bestellnummer haben. Somit ist es irrelevant, dass deren akustischer
Inhalt mit den bereits zu Lebzeiten von Elvis erschienen Singles identisch ist.
Dies bedeutet für die Chart-Rangliste, dass Elvis mit 21 Nummer 1 Hits (18
verschiedene Songtitel) der Spitzenreiter vor den Beatles bleibt. Elvis Presley aus Wikipedia, der freien
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